SdGcK: 24. Die Alten haben die Fertigkeiten gesteuert und sich konzentriert 古人制芸,必立一意

24.03.2020

Damit ist gemeint, dass die von den Menschen damals hergestellten Waffen alle ihren besonderen Nutzen hatten.

Früher gab es eine Fülle an Waffen, welche unter der allgemeinen Bezeichnung "18 Gattungen des Kämpfens" (十八般武芸) zusammengefasst wurden (in Japan spricht man in ähnlicher Weise von den 18 Kampfkunst-Arten bzw. bugei jûhappan 武芸十八般).

Was genau die achtzehn Gattungen sind, wird je nach Zeit etwas anders dargelegt.

Im Wuzazu (五雜俎) aus dem 17. Jh. werden angeführt:

• Bogen, Armbrust, Speer, Säbel, Schwert, Lanze, Schild, Axt, Streitaxt, Hellebarde (戟), Peitsche, Streitkolben (鐗), wo (撾), shu (殳), cha (叉), batou (把頭), miansheng-taosuo (綿縄套索) und baida (白打) (Nahkampf).

Im Shuihuzhuan (水滸伝), dem berühmten Roman aus der Ming-Zeit, werden genannt:

• Lanze, cui (錘), Bogen, Armbrust, Feuerwaffe, Peitsche, Streitkolben, Schwert, Kette, wo (撾), Axt, Streitaxt, ge (戈), ji (戟), Schild, Stock, Speer, cha (叉).

Diese vielen Waffen haben zweifellos alle ihre speziellen Vorzüge; aber wenn man sie nicht kompetent ergreifen und anzuwenden vermag, haben sie keine Bedeutung.

In Japan hat der berühmte Schwertmeister Miyamoto Musashi in seinem Gorin sho geschrieben, dass "man den Nutzen der Waffen kennen müsse". Er schreibt, man müsse die Vor- und Nachteile von Waffen wie dem langen Schwert, dem kurzen Schwert, der Lanze, des Bogens, der Feuerwaffen und so weiter gründlich verstehen, so dass man je nach Ort und Umständen die geeignetste Waffe ergreifen kann.

Bezüglich der 18 Arten des Kampfes bestehen in Japan auch unterschiedliche Darlegungen, aber eine davon ist wie folgt:

• Bogenschießen, Reiten, Speerkampf, Schwertkampf, Schwimmen, Schwertziehen, Kurzschwert, Wurfklingen, Eisenknüppel (jutte), Eisennadeln, Hellebarde (Naginata), Feuerwaffen, Fesseln, Nahkampf (jûjutsu), Stock, Kette mit Sichel, Fächer, Verstecken und Entkommen.